Entwicklung des Kronenzustands aller Baumarten in Deutschland:

Waldzustandsbericht 2004

"Der Zustand unserer Wälder ist alarmierend. Ursache dafür sind vor allem die Spätfolgen des extremen Sommers 2003. Die lang anhaltende Trockenheit und hohe Ozonwerte trafen auf Wälder, die durch anhaltende Säure- und Stoffeinträge aus der Luft geschwächt sind. Wir werden daher unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Waldökosysteme konsequent fortführen", erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2004 heute in Berlin. Der Anteil der Bäume ohne sichtbare Schäden läge mit nur noch 28 Prozent so gering wie nie zuvor. Knapp ein Drittel der Bäume zeigten deutliche Nadel- bzw. Blattverluste. Damit habe die Zahl der stark geschädigten Bäume gegenüber 2003 um acht Prozentpunkte zugenommen. Dies sei die größte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr und gleichzeitig würde damit der höchste Stand seit Beginn der Zeitreiche 1984 erreicht. Besonders betroffen seien die Laubbäume. So wiesen mehr als die Hälfte der Buchen deutliche Blattverluste auf. Bei den älteren Buchen fielen sogar 65 Prozent in diese Schadstufen.

Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft:
Bericht über den Zustand des Waldes, 08.12.2004