Er zeigte ihnen die großen Buchen und Tannen und Ahorne, die da wuchsen, die bemoosten Steine, die in Mengen und in Verwirrungen umherlagen und oft wie grünes Gold funkelten, er zeigte ihnen die dunklen und lichten Waldblumen, die im Schatten standen, und die anderen Kräuter und Blätter, die da waren, insonderheit, daran die Beeren wachsen würden, die sie in späterer Zeit des Sommers ergötzen sollten, er zeigte ihnen die vielen Wässerlein, die da rannen, und führte sie zu einem Waldbrunnen, den er wußte.

Zu dem Brunnen ging ein guter Pfad, weil die Hirten, die Holzarbeiter und andere Leute ihren Trunk da holten und glaubten, daß das Wasser heilig sei und besondere Gesundheitskräfte besitze.

Adalbert Stifter: Der Waldbrunnen, 1864